CB-Gateway-Netzwerke
CB-Gateway-Netzwerke verbinden das CB-Funk-Band mit dem Internet oder anderen Funkbändern. Damit können Funker über große Entfernungen kommunizieren, ohne auf DX-Ausbreitung angewiesen zu sein.
Wie funktioniert ein Gateway?
Ein Gateway besteht aus einem CB-Funkgerät, das an einen Computer mit Internetanbindung angeschlossen ist. Das CB-Signal wird digitalisiert und über das Internet an andere Gateways oder Clients weitergeleitet. Der Funker vor Ort spricht wie gewohnt ins Mikrofon – die Gegenstelle ist über das Gateway erreichbar.
Bekannte Systeme
LK0NOD (Packet Radio auf CB)
LK0NOD ist ein digitales Netzwerk auf 27.235 MHz (Kanal 28) im 1200-Baud-Packet-Radio. Es ermöglicht:
- Textnachrichten (Chat) über große Entfernungen
- APRS-Positionsdaten
- E-Mail-Weiterleitung via Funk
- Anbindung an das HamNet (Amateurfunk-Datennetz)
CB-IP-Netzwerke
Einige Funker betreiben private CB-IP-Gateways, die Sprache über das Internet übertragen (VoIP). Dabei wird der CB-Funk lokal ins Internet geroutet, ähnlich wie Echolink im Amateurfunk.
Hinweise zur Rechtslage
- Das Gateway-Gerät muss CE-zugelassen sein und darf die Sendeleistung nicht überschreiten
- Die Identität des Funkers muss erkennbar bleiben – kein anonymer Funkverkehr
- Gateway-Betreiber sollten sich über die aktuellen gesetzlichen Vorgaben informieren
- Packet Radio auf CB ist in Deutschland nicht explizit verboten, aber auch nicht reguliert – Betreiber handeln in einer Grauzone
Selbst ein Gateway betreiben
Für ein einfaches Packet-Radio-Gateway brauchst du:
- CB-Funkgerät mit klarem FM-Signal und Datenanschluss
- Soundcard-Interface (z. B. SignaLink USB)
- Raspberry Pi oder PC mit Software (Direwolf, AX.25-Kernel)
- Internetverbindung (DSL/LTE)
- Gateway-Software: aprx (APRS), linbpq (Packet)
Verwandte Tools
Telnet-Zugang zu DX-Clustern: Telnet-Client