Computer
Windows-PC, Linux-PC oder Raspberry Pi: Hier läuft dein Terminalprogramm und – beim Soundmodem-Weg – auch die Modem-Software. Der Rechner zeigt dir Node-Menü, Mailbox und Chat und schickt deine Eingaben an das Modem.
Passende Software →Packet Radio · Grundlagen
Vom Funkgerät bis zur ersten Datenverbindung
Du brauchst kein Vorwissen und keine Prüfung: Mit einem CB-Funkgerät, etwas Geduld und dieser Anleitung bist du in wenigen Schritten auf LK0NOD QRV – oder du hörst erst einmal unverbindlich über den WebSDR zu.
Digitale Datenkommunikation über Funk – ganz ohne Internet.
Bei Packet Radio wird nicht gesprochen, sondern Daten in kleinen Paketen über Funk gesendet. Du tippst Text am Computer ein, ein Modem verwandelt ihn in Töne, und das Funkgerät überträgt sie. Die Gegenstation prüft jedes Paket und bestätigt den Empfang – so kommen Nachrichten auch bei schwierigen Bedingungen zuverlässig an.
Je nach Anwendung lassen sich damit übertragen:
Das verwendete Protokoll heißt AX.25 – es regelt, wie Daten verpackt, adressiert und bestätigt werden. Hintergrundwissen dazu liefern AX.25 einfach erklärt und das CB-Funk Wiki: Packet Radio (AX.25).
Packet Radio ist E-Mail, Chat und Datenfunk in einem – über Funk statt über Internet.
Und das Beste: Auf CB-Funk ist der Einstieg anmelde- und gebührenfrei möglich – innerhalb der geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Du brauchst keine Prüfung, nur passende Technik und diese Anleitung.
Dein Knotenpunkt im 11-Meter-Band – Standort Lübbecke (JO42IH).
LK0NOD stellt einen Packet-Radio-Knoten im CB-Funk-Bereich bereit. Ein Node ist dabei wie eine Verteilerstation: Du verbindest dich mit LK0NOD – und kommst von dort weiter zur Mailbox, in den Chat oder zu anderen Stationen im Netz, auch ohne direkte Funkverbindung zum Ziel.
Beide Kanäle – Kanal 24 (27.235 MHz) und Kanal 77 (26.925 MHz) – laufen im dauerhaften Zweikanalbetrieb. Per Funk ist kein Benutzerkonto nötig; wer ganz ohne Funkgerät mitmachen will, nutzt den Telnet-Zugang über die LK0NOD-Website.
Welchen Kanal nehmen? Es gibt keine projektseitige Präferenz – nutze den Kanal, den du an deinem Standort besser empfängst bzw. erreichst. Höre vorher kurz rein (z. B. über den WebSDR), ob der Kanal frei ist.
Aktuelle Betriebsdaten (Auslastung, gehörte Stationen) zeigt das Live-Dashboard – dort siehst du auch, ob gerade Betrieb auf den Kanälen ist.
Vier Bausteine – mehr ist es im Kern nicht.
Windows-PC, Linux-PC oder Raspberry Pi: Hier läuft dein Terminalprogramm und – beim Soundmodem-Weg – auch die Modem-Software. Der Rechner zeigt dir Node-Menü, Mailbox und Chat und schickt deine Eingaben an das Modem.
Passende Software →Der klassische TNC (z. B. TNC2-kompatible Geräte) ist ein eigenes Modem zwischen Rechner und Funkgerät. Beim Soundmodem übernimmt die (USB-)Soundkarte zusammen mit Software wie Direwolf diese Aufgabe.
TNC oder Soundmodem? →Ein CB-Funkgerät für 27 MHz. Wichtig ist die Schnittstelle zum Modem: Audio vom Gerät zum Modem, Audio zurück zum Mikrofon- oder Dateneingang – und eine PTT-Steuerung, damit das Gerät zum Senden umschaltet.
Hardware im Detail →Eine 11-m-Antenne mit Koaxkabel, möglichst frei und hoch montiert. Achte auf ein sauberes SWR und kurze, verlustarme Kabelwege – das entscheidet über deine Reichweite.
Antennen-Grundlagen → · SWR verstehen → · Koaxkabel → Antennen-Wissen →Vom Tastendruck bis zur Mailbox – in sechs Stationen.
C LK0BOX oder CHAT.Beide Wege funktionieren – es kommt auf dein Setup an.
| Kriterium | Klassischer TNC | Soundmodem |
|---|---|---|
| Hardware | Eigenes Modem-Gerät (Controller), z. B. TNC2-kompatibel | PC- oder USB-Soundkarte plus Software |
| Einrichtung | Abhängig vom TNC: Modus (z. B. KISS), Schnittstelle und Pegel einstellen | Software konfigurieren: Audiogeräte wählen, Pegel einpegeln, PTT einrichten |
| Verbindung | Seriell/USB zum Rechner, Audio + PTT zum Funkgerät | Audio + PTT zwischen Soundkarte und Funkgerät |
| Geeignet für | Klassische Setups und vorhandene TNC-Hardware weiterverwenden | Flexible, moderne Setups – ideal, wenn noch kein TNC vorhanden ist |
Es gibt kein pauschal „besser“: Hast du bereits einen TNC, nutze ihn. Steigst du neu ein, ist der Soundmodem-Weg mit Direwolf meist der schnellste Start – neutraler Vergleich ohne Siegerwertung, Details auf den Seiten TNC und Soundmodem.
Vom Modem bis zum Node – ein Überblick.
Freie Software, die aus deinem Rechner ein vollwertiges Modem macht – läuft auf Windows, Linux und Raspberry Pi. Die LK0NOD-Toolbox hilft beim Einrichten und Testen.
Soundmodem einrichten →Schlankes Soundmodem für Windows, das sich mit verschiedenen Terminalprogrammen kombinieren lässt. Ebenfalls gut für den Einstieg ohne Hardware-TNC geeignet.
Soundmodem einrichten →Paxon ist aus älteren LK0NOD-Anleitungen als grafischer Packet-Radio-Client bekannt. Wichtig: Prüfe bei solchen Klassikern vor der Installation, ob sie auf deinem aktuellen Windows noch laufen.
Software-Übersicht →Die Node- und Netzwerksoftware, mit der auch LK0NOD selbst läuft – spannend, sobald du einen eigenen Node oder Digipeater aufbauen willst. Für den reinen Einstieg brauchst du sie nicht.
Eigener Node mit BPQ32 →EasyTerm und FlexNet stammen aus der Packet-Radio-Geschichte (Terminalprogramm bzw. Netzwerksoftware der 90er). Sie tauchen in alten Anleitungen auf – verlasse dich für einen Neuaufbau auf gepflegte Software wie Direwolf oder die LK0NOD-Toolbox und prüfe Altanleitungen stets gegen den aktuellen Stand.
Such dir deine Ausgangslage aus – der Rest ergibt sich.
Weiter zur TNC-Anleitung
Weiter zum Soundmodem (Direwolf)
Weiter zum WebSDR
Weiter zu „Verbindung herstellen“
Weiter zum BPQ32-Bereich
Packet-Radio-Assistent in der Toolbox
Die LK0NOD-Toolbox nimmt dich an die Hand – alle Berechnungen laufen lokal im Browser.
Der Packet-Radio-Assistent findet passende Hardware, Software, Antenne und Frequenz für dein Vorhaben. Dazu kommen unter anderem TNC-Konfigurator, TNC-Verkabelung, Direwolf-Hilfe, Station Builder, Antennenberater, SWR-Fehlersuche und Wissensnavigator.
Kein Muss-Kaufzettel – nur das Grundgerüst.
Vier Leitungen – je nach Gerät anders gelöst.
Der häufigste Fehler – und der am leichtesten vermeidbare.
Erst prüfen, dann senden.
Sicherheit: Nie ohne angeschlossene Antenne auf Sendung gehen – das kann die Endstufe beschädigen.
Vier Klassiker – Details in der Fehlersuche.
Frequenz, FM, Audioeingang, Squelch, Pegel und richtige Soundkarte prüfen.
PTT, Interface, COM-Port und TNC-Konfiguration prüfen.
TX-Audio, AFSK-Pegel, Frequenz, Antenne und Erreichbarkeit der Gegenstation prüfen.
RX-Audio, Soundkarteneingang, Funkgerät und Squelch prüfen.
Ausführliche Packet-Radio-Fehlersuche → · Diagnose-Leitfaden mit Entscheidungsbaum →
Ganz ohne eigene Hardware reinschnuppern.
Mit dem LK0NOD-WebSDR (OpenWebRX+) hörst du den Funkbetrieb auf 27 MHz direkt im Browser – ideal, um ein Gefühl für Kanal 24 und die Packet-Töne zu bekommen, bevor du eigene Hardware aufbaust.
Ein Vorgeschmack – die komplette Befehlsliste steht in der LK0NOD-Hilfe.
Mit C LK0BOX verbinden, mit N, R und P Nodes, Routen und Ports entdecken.
Nachrichten lesen (R), schreiben (SP Rufzeichen) und Bulletins abrufen – wie E-Mail über Funk.
Per CHAT live mit anderen schreiben, mit /U sehen, wer dabei ist.
Per MH 1 sehen, wen LK0NOD zuletzt gehört hat – plus APRS-Positionen und iGate.
Kurz erklärt – ein ausführliches Glossar folgt separat.
Kurz beantwortet – Details auf den verlinkten Themenseiten.
Packet Radio ist digitale Datenkommunikation über Funk: Texte, Nachrichten, Mailbox-Inhalte oder Positionen werden in Paketen nach dem Protokoll AX.25 übertragen. Grundlagen lesen →
Ja. Packet Radio ist reiner Funkbetrieb und funktioniert völlig ohne Internet. Internet brauchst du nur für Zusatzwege wie Telnet-Zugang oder WebSDR. Signalweg ansehen →
Ja – genau dafür gibt es LK0NOD: einen Packet-Radio-Knoten auf CB-Funk (27 MHz), nutzbar auf Kanal 24 (27.235 MHz) und Kanal 77 (26.925 MHz). System-Steckbrief →
Einen Computer, ein TNC oder Soundmodem, ein CB-Funkgerät für 27 MHz und eine 11-m-Antenne mit Koaxkabel. Bausteine im Detail →
Nein. Statt eines klassischen Hardware-TNC kannst du ein Soundmodem nutzen: Die Soundkarte deines Computers übernimmt dabei zusammen mit Software wie Direwolf die Modemfunktion. Vergleich ansehen →
Ja. Mit einer (USB-)Soundkarte, der passenden Verkabelung für Audio und PTT sowie Software wie Direwolf oder UZ7HO Soundmodem richtest du ein vollwertiges Packet-Radio-Setup ein. Soundmodem einrichten →
Ein Terminalprogramm plus Modemseite: zum Beispiel Direwolf als Software-TNC, dazu ein Packet-Radio-Client. Für eigene Nodes kommt BPQ32 oder LinBPQ ins Spiel. Software-Überblick →
Per Funk auf Kanal 24 (27.235 MHz) oder Kanal 77 (26.925 MHz) mit dem Node LK0NOD verbinden – oder ohne Funkgerät per Telnet über die LK0NOD-Website. Anleitung öffnen →
Kanal 24 auf 27.235 MHz und Kanal 77 auf 26.925 MHz, jeweils FM mit 1200 Baud AFSK. Live-Bereich prüfen →
Ja. Über den LK0NOD-WebSDR hörst du den Funkbetrieb auf 27 MHz direkt im Browser – ganz ohne eigene Hardware. Zum WebSDR →
Meist Frequenz, FM, Audioeingang, Squelch, Pegel oder falsche Soundkarte – die vier Klassiker stehen oben im Kurz-Check, die Tabelle in der Fehlersuche →
Die Symbolrate der Datenübertragung bei LK0NOD – nicht mit der COM-Port-Geschwindigkeit zum TNC verwechseln. Begriffe lesen →
Noch Fragen? Das LK0NOD-Forum hilft dir weiter – von Funkern für Funker.