PTT
Der TNC aktiviert über seinen PTT-Ausgang den Sendebetrieb des Funkgeräts. Keine Pinbelegung verallgemeinern – Handbuch und Verkabelungshilfe beachten.
Packet Radio · Hardware-TNC
Der klassische Weg zwischen Computer und Funkgerät
Ein TNC ist ein eigenständiges Packet-Radio-Modem zwischen Computer und Funkgerät. Diese Seite erklärt, wie er arbeitet, wie du ihn anschließt und für LK0NOD nutzt – vom Terminalmodus über KISS bis zur Fehlersuche.
TNC = Terminal Node Controller – das Modem des Packet Radio.
Der TNC nimmt digitale Daten vom Computer entgegen, verarbeitet sie als AX.25-Pakete und wandelt sie in AFSK-Töne um, die das Funkgerät aussendet. Gleichzeitig steuert er per PTT die Sendetaste. Auf dem Empfangsweg läuft es umgekehrt: Töne vom Funkgerät werden dekodiert und als Pakete an den Computer gereicht.
Senden und Empfangen im Überblick.
Das Urgestein des Packet Radio.
TNC2-kompatible Geräte sind klassische Packet-Radio-TNCs – im LK0NOD-Umfeld unter anderem am Sub-Node dokumentiert. Typische Eigenschaften: serielle Schnittstelle, Terminalbetrieb, Hostmode, KISS und eigenständige Verarbeitung von 1200-Baud-AX.25-Paketen.
Keine pauschale Firmware- oder Hardwaregleichheit behaupten: TNC2-kompatibel beschreibt eine Gerätefamilie mit ähnlichem Verhalten – Details wie Befehle und Einstellwerte stehen im Handbuch des jeweiligen Geräts.
Bestandsinfo aus der LK0NOD-Station.
Am LK0NOD-Haupt-Node arbeitet ein TNC3S im KISS-Modus – also erweiterte Mehrport-TNC-Hardware im Node-Umfeld, angebunden an die Rechner- bzw. Node-Software. Darstellung als Beispiel aus der LK0NOD-Infrastruktur, keine Kaufempfehlung; unbelegte technische Details werden hier nicht ergänzt.
Du sprichst direkt mit dem TNC.
Im Terminalmodus gibst du Befehle direkt an den TNC: Terminal öffnen, serielle Schnittstelle verbinden, TNC-Befehle eingeben, Connect starten. Konkrete Befehle sind geräteabhängig.
Für LK0NOD darf als Zielbeispiel verwendet werden:
C LK0NOD
Beispiel – abhängig vom TNC. Nur verwenden, sofern der jeweilige TNC diese Syntax unterstützt.
Die Software übernimmt das Kommando.
Im Hostmode steuert ein PC-Programm den TNC strukturierter als über ein simples Terminal: Die Software übernimmt die Bedienung, mehrere Verbindungen lassen sich besser verwalten, und du tippst weniger Kommandos von Hand. Nicht behaupten, dass alle TNCs denselben Hostmode sprechen – Gerätehandbuch und Programmdokumentation entscheiden.
Keep It Simple, Stupid – der schlanke Modus.
Der TNC übernimmt mehr Logik selbst: Befehle, Verbindungsverwaltung und Teile der AX.25-Steuerung laufen im Gerät.
Der TNC arbeitet im Wesentlichen als Funkmodem mit Frame-Schnittstelle; die höhere AX.25- und Node-Logik übernimmt der Computer bzw. die Software.
Ein Hardware-TNC im KISS-Modus und Direwolf erfüllen teilweise ähnliche Rollen als AX.25-Modemschnittstelle – aber: Hardware-TNC ist ein eigenes Modem-Gerät, Direwolf ein Software-TNC über Soundkarte. Beides nicht vermischen.
Der wichtigste Einsteigerhinweis dieser Seite.
Bei LK0NOD: 1200 Baud AFSK – die Geschwindigkeit der Töne auf dem Funkkanal.
Die serielle Verbindung PC ↔ TNC kann eine andere Geschwindigkeit verwenden – sie wird vom jeweiligen TNC bestimmt. Keine konkrete Zahl als Standard festlegen: Gerätespezifisch – Handbuch des TNC beachten.
Vom TNC zum Rechner.
Ältere TNCs sprechen RS232 über eine 9- oder 25-polige serielle Buchse. Moderne Rechner haben dafür meist keine Buchse mehr – hier hilft ein USB-Seriell-Adapter. Unter Windows erscheint der Adapter als COM-Port, unter Linux typischerweise als Gerätedatei etwa in der Form /dev/ttyUSB… – keine festen Gerätenamen versprechen, die Nummerierung kann wechseln.
Keine direkte TTL-Verbindung an RS232 ohne passende Pegelanpassung anschließen – unterschiedliche Pegelstandards beschädigen im Zweifel die Hardware.
Vier Signale – Details auf der Hardware-Seite.
Pinbelegungen sind immer gerätespezifisch – Details und Tabellen stehen unter Hardware: Funkgerät und Computer verbinden. Zur Belegung deines Geräts helfen die LK0NOD-Mikrofonbelegung und die TNC-Verkabelung in der Toolbox.
Ohne pauschale Lautstärkeposition.
Ziel: sauberes Audiosignal ohne Übersteuerung am TNC-Eingang. Stelle die Lautstärke so ein, dass Pakete zuverlässig dekodieren – eine allgemeingültige Reglerposition gibt es nicht.
Zu wenig Pegel: schlechte Dekodierung auf der Gegenstation. Zu viel Pegel: Verzerrung. Ziel: saubere Modulation – moderat einpegeln und Gegenhören lassen.
Drei Begriffe, kurz eingeordnet.
Der TNC aktiviert über seinen PTT-Ausgang den Sendebetrieb des Funkgeräts. Keine Pinbelegung verallgemeinern – Handbuch und Verkabelungshilfe beachten.
Data Carrier Detect: Der TNC erkennt ein laufendes Packet-Signal bzw. die Kanalbelegung. Verhalten und Squelch-Abhängigkeit unterscheiden sich je nach Aufbau.
CB-Packet-Radio ist praktisch normalerweise Halbduplex: entweder senden oder empfangen – nicht mit Vollduplex-Netzwerken verwechseln.
Belegungen und Adapter Schritt für Schritt in der Toolbox.
TNC-Verkabelung öffnen →In sechs Schritten zum Empfang.
Wege ohne Distributions-Raterei.
Mögliche Wege: serielles Terminal für den direkten Zugriff, KISS-Anbindung mit AX.25-Werkzeugen oder LinBPQ/BPQ bei Node-Betrieb. Keine distributionsspezifischen Kommandos erfinden – verlasse dich auf die Dokumentation deiner Distribution, des TNC und der eingesetzten Programme.
Klein, sparsam, dauerlauffähig.
Mögliche Verbindung: TNC → USB/seriell → Raspberry Pi. Geeignet für festen Funkplatz, Dauerbetrieb und Node-Projekte. Für den normalen Nutzerzugang ist kein kompletter Node nötig – einfach Terminal bzw. Client auf dem Pi und los.
Die aktuellen Zugangsdaten im Überblick.
Connect-Beispiel für kompatible Terminal/TNC-Syntax:
C LK0NOD
Beispiel für kompatible Terminal/TNC-Syntax – andere Programme nutzen eigene Dialoge, Ziel bleibt LK0NOD.
Abhaken, verbinden, losfunken.
Sachlicher Vergleich – keine Siegerwertung.
| Punkt | Hardware-TNC | Soundmodem |
|---|---|---|
| Modem | Eigenes Gerät | Software + Soundkarte |
| Rechnerlast | Gering | Höher |
| Verkabelung | Audio + PTT | Audio + PTT |
| Schnittstelle PC | Seriell / USB | Audio + ggf. PTT |
| Flexibilität | Abhängig vom Gerät | Hoch |
| Altbestand | Sehr gut nutzbar | Ideal für Neueinstieg |
Zwei einfache Faustregeln.
Dann kein Grund zum Austausch.
Symptom → Richtung.
| Problem | Ursache | Prüfen |
|---|---|---|
| TNC reagiert nicht | Falscher COM-Port, falsche Rechner-Baudrate, Kabel/Adapter | Port-Zuordnung, Schnittstellenparameter nach Handbuch, Kabel und Adapter tauschen |
| Zeichenmüll im Terminal | Falsche serielle Parameter | Parameter exakt nach TNC-Handbuch setzen |
| Empfang, aber keine Pakete | Audiopegel, Modemmodus, DCD/Squelch | Pegel neu einpegeln, Modus (KISS/Terminal) prüfen, Squelch öffnen |
| TNC sendet nicht | PTT, Kabel, TX-Audio | PTT kurz testen, Kabelwege und TX-Pegel kontrollieren |
| Funkgerät sendet dauerhaft | PTT-Leitung hängt, falsche Logik/Beschaltung | PTT-Leitung abziehen und Verhalten beobachten, Beschaltung prüfen |
| Connect klappt nicht | Kanal, Frequenz, Reichweite, Syntax, Stationskennung | Kanal/FM prüfen, Syntax nach Handbuch, Reichweite und Dashboard checken |
Von innen nach außen.
Konfigurieren statt raten.
Die LK0NOD-Toolbox bündelt unter anderem TNC-Konfigurator (Beispielkonfigurationen für TNC2, TNC3, TNC3S und weitere), TNC-Verkabelung und Packet-Radio-Assistent – alle Funktionen laufen lokal im Browser.
Pinbelegung deines Geräts: LK0NOD-Mikrofonbelegung – immer gerätespezifisch prüfen.
Kurz beantwortet – Details in den Abschnitten oben.
Ein TNC (Terminal Node Controller) ist ein eigenständiges Packet-Radio-Modem zwischen Computer und Funkgerät: Er verarbeitet AX.25-Pakete, wandelt sie in AFSK-Töne um und steuert die PTT. Grundlagen lesen →
TNC2-kompatible Geräte sind klassische Packet-Radio-TNCs mit serieller Schnittstelle, Terminalbetrieb, Hostmode und KISS – im LK0NOD-Umfeld unter anderem am Sub-Node dokumentiert. TNC2 lesen →
KISS (Keep It Simple, Stupid) ist ein schlanker TNC-Betriebsmodus: Der TNC arbeitet dabei als reines Funkmodem mit Frame-Schnittstelle, die höhere AX.25- und Node-Logik übernimmt der Computer. KISS lesen →
Im Hostmode steuert ein PC-Programm den TNC strukturierter als über ein simples Terminal – die Software übernimmt die Bedienung, mehrere Verbindungen lassen sich besser verwalten. Details sind gerätespezifisch. Hostmode lesen →
Im Terminalmodus gibst du Befehle direkt an den TNC – zum Beispiel zum Verbinden mit einer Station. Die genaue Befehlssyntax hängt vom jeweiligen TNC ab. Terminalmodus lesen →
Auf der Funkseite arbeitet LK0NOD mit 1200 Baud AFSK. Die Geschwindigkeit der seriellen Verbindung zwischen PC und TNC ist davon unabhängig und wird vom jeweiligen TNC bestimmt – Handbuch beachten. Baudraten lesen →
Ja, wenn das Gerät funktioniert, die Schnittstelle vorhanden ist und Audio sowie PTT passen – dann gibt es keinen Grund zum Austausch. Faustregel lesen →
Nur, wenn dein TNC einen RS232-Anschluss hat. An modernen Rechnern ohne serielle Buchse hilft ein USB-Seriell-Adapter – beachte Treiber und die Pegelstandards deines Aufbaus. Schnittstellen lesen →
Ja, in der Regel schon. Achte auf passende Treiber, stabile COM-Port-Zuordnung, geeignete Handshake-Leitungen – und verwechsle RS232 nicht mit TTL-UART-Pegeln. Adapter-Hinweise →
Ja. Der TNC wird per USB oder seriell mit dem Pi verbunden – geeignet für festen Funkplatz, Dauerbetrieb und Node-Projekte. Pi-Anbindung →
TNC an Rechner und Funkgerät anschließen, Kanal 24 oder 77 in FM wählen, Empfang und PTT testen – dann mit dem Connect-Befehl deines Terminals zum Node LK0NOD verbinden. Schnellstart →
Direwolf ist ein Software-TNC: Statt eines eigenen Modem-Geräts übernimmt die Soundkarte mit Software die Modemfunktion – eine Alternative zum Hardware-TNC. Abgrenzung lesen →
Zurück, weiter, tiefer.
Grundlagen und Bausteine im Überblick.
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